Die Rosengärten der Türkei
Eine Rundreise durch das antike Pamphylien und Pisidien

Pamphylien wurde von vielen verschiedenen Völkern bewohnt, deren Namen und herausragende Begabungen längst Vergessen sind. Die Phönizier kolonialisierten diese Küsten und nach dem Fall des mächtigen Troja fanden viele Heimatlose einen Zufluchtsort im unzugänglichen Taurusgebirge. Durch dieses Gebirge führte der "Königliche Weg", von der Äegeis in den Orient. Schwer beladene Handelskarawanen, berühmte Feldherren mit ihren Heeren, Nomadenstämme und ihre Herden, Artisten und Abenteurer behaupteten sich gegen unzählige Gefahren, unterwegs von Ost nach West und von West nach Ost. Alexander der Grosse machte sich nicht die Mühe, Termessos, ein auf 1050 Meter Höhe liegendes Adlernest zu erobern. Die Hafenstadt Attaleia (jetzt Antalya) wurde durch König Attalos von Pergamon (159 - 138) gegründet.
Als die Römer dieses Gebiet zu ihrem Reich hinzufügten, wurde Feldherr Pompeius beauftragt, endgültig aufzuräumen mit der schon Jahrhunderte anhaltenden Unsicherheit, hervorgebracht durch in Schluchten und Spelunken hausende Schurken, Räuber und Piraten. Die Pax Romana brachte Ordnung und Wohlfahrt.

Vom beliebten Touristenort Antalya aus, reisen wir in nördlicher Richtung zur Anatolischen Hochebene. Die Geschichte und die Mythologie werden uns unterwegs helfen, uns in der Zeit zurecht zu finden. Geschichten über den Streit zwischen Kadmos und Typhon und der Sieg Bellerophons über die monströse Chimäre, werden in einer Umgebung erklingen, in der die Griechen sie ursprünglich ansiedelten. Sporadische Reste der rätselhaften Amazonenkultur werden wir hier und da in Museen begegnen.


Die Rose von Damascus
Die Umgebung von Burdur und Isparta ist berühmt wegen der Rosenzucht. Die ganze Familie wird bei der Ernte eingesetzt, tausender Kilos frisch gepflückter duftender Rosenblätter werden zu Rosenwasser und Rosenöl verarbeitet. Am Westufer des Burdursees (200km²) werden wir so einen Betrieb besuchen.
Wenn jeder ein Gedicht, ein Märchen, einen Gedanken über die Rose mitnimmt, wird diese Reise zu einer Ode an diese Blume Aphrodites werden.

Pisidien ist das Land kleiner und großer Seen (Vogelreservate). Im Norden liegt das biblische Antiochien in Pisidien, wo Paulus und Barnabas während ihrer ersten Reise das Evangelium verkündigten. Im Buch der Handlungen kann ihre Route verfolgt werden und wir werden versuchen uns vorzustellen wie ihr Botschaft geklungen hat inmitten der vielen, den unterschiedlichsten Göttern geweihten Kultorte. Wir besuchen u.a. die Reste eines der lokalen Mondgott geweihten Tempels, einige geheimnisvolle Kultstätten zu Ehren der Grossen Mutter (Kybele) und ein hethitisches Brunnenheiligtum.
Entlang des östlichen Ufers des Beyşehirsees (656km²), geht es wieder abwärts zur Küste, wo wir einige monumentale Highlights hellenistischer und römischer Baukunst bewundern werden.

Unserer Strecke entlang hat es viele skurille Grotten (einige waren in der Prähistorie bewohnt), unzählige Wasserfälle und Karawanestationen aus seldschukischer Zeit (1100 - 1300). Hier wählen wir sorgfältig aus, auch aus der Fülle archäologischer Überbleibsel.
Während unserer Tagestouren werden wir die wunderschöne Landschaft genießen und so oft wie möglich in der Natur picknicken. Spazier- und Klettertouren verlangen passendes Schuhwerk und Badekleidung ist ebenfalls sinnvoll.
Wir essen in gemütlichen kleinen Restaurants mit örtlicher Ambiance und vermeiden den Massentourismus, der während den letzten zwanzig Jahren die Südküste der Türkei überschwemmt, so weit wie nur irgend möglich.

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